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Startseite > Zuckerrübe

{{Infobox Sorte
| Name = Zuckerrübe
| Synonyme =
| Bild = Zuckerrübe.jpg
| Bildgröße =
| Bildbeschreibung =
| Art = ''''

Unterart
| Gruppe = Altissima-Gruppe
| Herkunft = Schlesien
| bekannt seit = ca. 1750
| Züchter =
| Institut =
| Züchtungsjahr =
| Markteinführung =
| Verzeichniseinträge =
| Zuchtnummer =
| Elternsorte1 =
| Elternsorte2 =
| Kreuzung =
| Mutation =
| Abstammung =
| Liste =
}}

Die '''Zuckerrübe''' (''Beta vulgaris'' subsp. ''vulgaris'', Altissima-Gruppe) ist eine liche ; sie gehört zur der (Amaranthaceae). Früher wurde sie zur Familie der Gänsefußgewächse (Chenopodiaceae) gestellt, die inzwischen in den Fuchsschwanzgewächsen enthalten sind.
Wie und ist sie eine Kulturform der (''Beta vulgaris'' subsp. ''vulgaris''). Sie stammt von der oder Wild-Bete (''Beta vulgaris'' subsp. ''maritima'') ab und wurde züchterisch auf einen stark erhöhten Gehalt an ( (Haushaltszucker)) hin verändert. Der Zuckergehalt beträgt 18 bis 20 %.

Die Zuckerrübe ist die bedeutendste der . Bei der fallen Nebenprodukte an, die als oder für en verwendet werden.

Zunehmend ist die Bedeutung von Zuckerrüben als (FNR), Gülzower Fachgespräche, Band 32, 2009, 458-seitig; abgerufen am 15. Februar 2010.</ref>

Biologie

Die Zuckerrübe ist eine zu den Fremdbefruchtern zählende . Sie bildet erst im zweiten Jahr einen und aus.

Im ersten Jahr entwickelt sie im vegetativen Stadium oberirdisch eine Blattrosette mit ungefähr 20 breitflächigen, bis zu 30 Zentimetern langen , und die verdickt sich zu einem weißen Rübenkörper. Die Zuckerrübe ist ein Pfahlwurzler, ihre Wurzeln können bis zu anderthalb Meter tief in den Boden reichen.

Die Ernte erfolgt im ersten Vegetationsjahr, da in diesem Zeitraum die Speicherung von n erfolgt und damit der Zuckergehalt, der den wirtschaftlichen Nutzen bestimmt, am höchsten ist. Zum Erntezeitpunkt hat die Rübe ein Gewicht von 700 bis 1200 Gramm. Der höchste Zuckergehalt konzentriert sich im Mittelstück der Rübe.

Im zweiten Jahr, der generativen Phase, entsteht ein etwa 1,5 Meter hoher verzweigter mit unscheinbaren fünfzähligen n. Durch Spätfröste oder durch längere Perioden mit Temperaturen zwischen 0 und 8 °C nach der Aussaat kann bereits im ersten Jahr eine erfolgen, die zu den unerwünschten führt. Diese wirken sich störend auf die maschinelle Ernte aus und verursachen Mindererträge, da die Rübenkörper klein bleiben und somit einen geringen Zuckerertrag liefern.

Da sie außerdem mehrere hundert keimfähige Samen im Boden hinterlassen, die lange im Boden überdauern können, ohne ihre Keimfähigkeit zu verlieren, gefährden sie auch den zukünftigen Rübenanbau auf derselben Fläche. Sie müssen deshalb schon vor der Blüte entfernt werden.

Die Zuckerrübe wird vorwiegend im gemäßigten Klimabereich kultiviert. Hauptverbreitungsgebiet ist , aber auch in den USA, in , und in einigen Ländern wird sie angebaut. In Europa erfolgt der Anbau von Finnland bis hin zu den Mittelmeerländern. Anders als in Mittel- bzw. Nordeuropa wird die Zuckerrübe in den Mittelmeerländern allerdings nicht im Frühjahr ausgesät, sondern in den Monaten Oktober bzw. November. Die Ernte erfolgt dann im nachfolgenden Sommer.

Für einen hohen Ertrag benötigt die Zuckerrübe gemäßigte Temperaturen, viel Licht, eine stetige Wasserversorgung und tiefgründige nährstoffreiche Böden mit guter Wasserführung. Der Wasserbedarf der Zuckerrübe ist besonders im Juli und August hoch. Im Jugendstadium ist die Pflanze frostempfindlich, Nachtfröste unter ? 5 °C führen zum Absterben der Pflänzchen.

Geschichte

Der Chemiker wies 1747 erstmals den Zuckergehalt der nach. 1801, nach der erfolgreichen Selektion der ''Weißen schlesischen ,'' schuf der Physiko-Chemiker auch die Grundlagen der industriellen Zuckerproduktion. Die erste Rübenzuckerfabrik der Welt entstand in ().

Der Aufstieg der Zuckerrübe als Zuckerlieferant begann mit '', 18. Dezember 2015.</ref>

Um 1850 begann mit der Einführung des Pflugs () und der Drillmaschine die Mechanisierung des Zuckerrübenanbaus.

Entstehung

Die Zuckerrübe entstand gegen Mitte des s durch Züchtung aus der , wobei gezielt auf einen hohen selektiert wurde. Dadurch konnte der Zuckergehalt von anfänglich 8 auf 16 Prozent (um 1800) gesteigert werden. Heutige Zuckerrüben haben einen Zuckergehalt von 18 bis 20 Prozent. Zucker ist ein energiereiches Produkt der und dient der Pflanze als Speichersubstanz.

Anbau

Der Anbau der Zuckerrübe ist dort, wo die Verhältnisse ihn gestatten, sehr lohnend, stellt aber besonders hohe Ansprüche an die Beschaffenheit, und . Je trockener das Klima, desto mehr verlangt die Rübe einen tiefgründigen, frischen Boden mit reichlichem Nährstoffvorrat. Am besten eignen sich humose - und böden, ungeeignet sind arme, trockene böden, zähe und alle flachgründigen, nassen Bodenarten.

Da die Zuckerrübe nicht mit sich selbst verträglich ist, kann sie auf demselben Feld nicht in der folgenden Vegetationsperiode erneut angebaut werden, es ist eine mehrjährige erforderlich. Nicht als Vorfrüchte eignen sich einige Pflanzenarten, die von ähnlichen Schädlingen oder Pilzen wie die Zuckerrübe befallen werden, so beispielsweise oder , da sich hier vermehren, welche ebenfalls die Rüben befallen.

Um den Anbau der Zuckerrübe möglichst wirtschaftlich zu gestalten, steht den Anbauern heute eine intensive Beratung (z. B. Landwirtschaftlicher Informationsdienst Zuckerrübe) zur Verfügung. Die Beratung umfasst die Bereiche Bodenbearbeitung, , Düngung, , Ernte, Lagerung usw.

Saat

Aussaat vor der Mechanisierung der Landwirtschaft